England Golf veröffentlicht Toolkit zur Wassersicherheit
Beim Thema Wassermanagement geht England Golf nach dem extrem heißen und trockenen Sommer 2025 nun in die Offensive. Mit einem exzellenten Golf Club Water Security Toolkit will der Verband den Golfanlagen nicht nur einen ersten Überblick zum komplexen Thema Wassermanagement geben, sondern auch Hilfestellung bei der Erarbeitung einer langfristigen Strategie der Wasserversorgung. „Mehr als die Hälfte der Clubs, die bei uns Rat zum Thema Nachhaltigkeit suchen, melden sich wegen der Absicherung der Wasserversorgung“, begründet Ross Shepherd, Sustainability Officer bei England Golf, die Notwendigkeit.
Nachdem in England Wasser als Ressource lange Zeit unerschöpflich schien, geht es nun zunächst darum, das nötige Verständnis für die Vorgehensweise der Wasserversorger zu gewinnen, die in UK Jahrzehnte vorausplanen, während Golfanlagen häufig mit einem vergleichsweise kurzfristigen Zeithorizont arbeiten. Um als Golfclub in diesem Umfeld die nötigen Wassergenehmigungen zu erhalten, spielen Daten laut Shepherd eine wichtige Rolle: „Ohne verlässliche Daten, können die Clubs nicht effektiv planen, ihre Investitionen nicht rechtfertigen oder Genehmigungen für zukünftige Projekte erhalten. Hier geht es darum, zu Beginn eine erste Ausgangslinie zu definieren, von der aus sich der Club verbessern kann.“
Dabei ist die Lage in England nicht wesentlich anders als in vielen anderen europäischen Golfnationen: Die Golfanlagen sind auf weitere Extremsommer mit schärferen Wasserrestriktionen unterschiedlich gut vorbereitet, wobei laut Shepherd nur sehr wenige wirklich auf eine Wiederholung des Sommers gut eingestellt sind.“
In der Verbreitung des Wasser-Toolkits spielt England Golf die erste Hitzewelle des Jahres in gewisser Weise in die Hände: „Das Wetter der letzten Zeit spielt immer eine wesentliche Rolle dabei, wie unsere Botschaften angenommen werden“, weiß Shepherd. „Ein wesentlicher Teil unserer Kommunikation besteht darin, den Golfern zu erklären, dass Dürren und Überflutungen zusammenhängen.“
Dabei geht das Tool Kit einen sehr systematischen Weg, um die Verantwortlichen bei Golfanlagen mit der Thematik vertraut zu machen. Nach Tipps zur ersten Einschätzung der Lage des individuellen Clubs, wird das Vorgehen der Wasserversorger bei Genehmigungen erklärt. Anschließend wird das Thema Wasser in einen wirtschaftlichen Zusammenhang gesetzt und dargestellt, wie mit klugem und strategischem Wassermanagement Kosten gespart und gleichzeitig ein Mehrwert für die Umwelt geschaffen werden kann. Hilfreich sind auch die Tipps zur Ansprache der Wasserbehörden oder zu potenziellen Kooperationen mit Umweltverbänden.
Die ersten Reaktionen auf das Tool Kit bei England Golf sind positiv. „Für uns hängt der Erfolg des Toolkits davon ab, welchen Einfluss es am Ende hat“, resümiert Shepherd. „Wenn das Toolkit dabei hilft, Zeit und Kosten zu sparen, regulatorische Schwierigkeiten zu vermeiden und einen guten Plan für die Zukunft aufzustellen, wenn Wasser vielleicht nicht mehr so leicht verfügbar ist, hat es seinen Zweck erreicht.“ Die Hoffnung ist, dass sich möglichst viele englische Clubs strategisch mit dem Thema Wassermanagement auseinandersetzen, „so dass der Sport auch in den nächsten Jahren stark und widerstandsfähig ist.“
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