Rory McIlroy will als Profigolfer klimaneutral reisen

Die Diskussion um den CO² Fußabdruck des Profisports ist nun auch im Golf angekommen. Als erster Weltklassespieler hat sich Rory McIlroy öffentlich zu der Notwendigkeit geäußert, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Teil dieser Bemühungen ist es, dass der Weltranglistenachte bis Ende des Jahres noch 150.000 Pfund bezahlt, um seinen CO² Fußabdruck durch Flugreisen zu neutralisieren.

„Wenn jeder andere Industriebereich dieser Welt versucht, grüner zu werden, warum sollten wir es nicht tun?“ Im Bereich des Profisports ist die Diskussion über den CO²-Fußabdruck sehr präsent, der Golfsport hatte sich hier bis dato aber in weiten Bereichen zurückgehalten. Nur bei einigen, wenigen Turnieren hatten Sponsoren die Anreise von Spielern und Caddys ausgeglichen. „Ich würde mich nicht als Ökoheld bezeichnen, aber ich will die Umwelt nicht weiter beschädigen – was ich also versucht habe, ist all meine Reisen rund um die Welt neutral zu gestalten.“

Die Tatsache, dass Rory McIlroy, der sich schon in der Vergangenheit immer wieder klar zu strittigen Themen wie etwa dem Engagement der European Tour in Saudi Arabien positioniert hatte, zu der Thematik äußert, ist wesentlich, um die sie überhaupt in der breiten Golf-Öffentlichkeit bekannt zu machen. Nachdem McIlroy sich zu dem Ausgleich seines CO²-Fußabdrucks bekannte, berichteten alle großen amerikanischen Golf-Publikationen darüber.

„Ich lebe in einer Welt, in der Hurricanes dominieren und vor allem immer häufiger werden. Wir können da alle in irgendeiner Form unseren Teil leisten. Wir spielen auf riesigen Flächen Land, die viel Wasser verbrauchen. Manche argumentieren, man könnte dieses Wasser besser für andere Zwecke gebrauchen. Ich habe darüber nicht viel mit anderen Spielern gesprochen. Aber um mir meinen eigenen Seelenfrieden zu erhalten, reise ich jetzt immerhin nicht mehr so, dass es zum Nachteil dieser Welt ist.“

Andere Spieler sind da erkennbar unbefangener: Matthew Fitzpatrick, bei der DP World Championship zu der Thematik befragt, gab dem Reporter von Golf Digest folgende Antwort: „Ich denke darüber nicht nach. Das hier ist mein Job. Wenn ich nicht mit dem Flugzeug reisen würde, würde ich wahrscheinlich fünf Turniere im Jahr spielen.“