Neues Aufforstungsprojekt bei der Open Championship

Europas größtes Golfturnier möglichst nachhaltig zu gestalten – das ist die Zielsetzung des R&A. An der Umsetzung ist der Ausrichter der Open Championship, die diese Woche im englischen Kent stattfindet,  seit einigen Jahren dran. Die Projekte sind vielfältig, auch in diesem Jahr.

Wasserstationen auf dem ganzen Platz

Wie bereits 2019 in Royal Portrush wird es auch in diesem Jahr in Royal St. George’s auf dem ganzen Platz Wasserstationen geben, die im Rahmen der Open Water Initiative, zur Vermeidung von Plastikmüll beitragen sollen. Fans können ihre eigenen Trinkflaschen mitbringen und kostenlos auffüllen. Vor Ort werden Spieler und Personal mit Flaschen ausgerüstet, Zuschauer können die offiziellen Open-Flaschen für weniger als fünf Pfund kaufen.

Und: Ein Teil des Verkaufspreises geht an die Aktion „Priceless Planet“, die erstmals bei der Open Championship durchgeführt wird. Hierbei geht es um eine Wiederaufforstungsaktion des Open-Sponsors Mastercard, dessen Ziel es ist, mit diversen Aktionen 100 Millionen Bäume zu pflanzen. Dies geschieht in Australien, Brasilien und Kenia in Zusammenarbeit mit Forstexperten von Conservation International und dem World Resources Institute. Bei der Open sind an allen Wasserfüllstationen Chips angebracht, über die Fans jeweils 1,50 Pfund spenden können. Mastercard wird am Ende des Turniers noch einmal den gleichen Betrag dazulegen, limitiert ist die Summe auf 130.000 Pfund.

Die komplette Umstellung der Autoflotte, die für Spieler und Offizielle während des Turniers genutzt wird, ist in diesem Jahr noch nicht gelungen. Der deutsche Sponsor Mercedes-Benz rüstet aber immerhin einen Teil der Spieler mit Elektrofahrzeugen aus.

Eventausstattung möglichst nachhaltig gestalten

Für Besucher auf den ersten Blick deutlich weniger auffällig sind die Bemühungen der Organisatoren im Bereich der Eventausstattung, möglichst wenig Müll zu erzeugen. „Unser Ziel ist es, möglichst viel Material jedes Jahr wieder zu verwenden“, erklärt Stuart Moffatt, Corporate Communications Manger der Open. Die Beschilderung zum Beispiel wird jedes Jahr benützt, nur die Aufschriften werden immer abgezogen und neu gemacht. Wenn Schilder defekt sind, werden die alten Modelle aus Foamex durch neue aus dem komplett recycelbaren Material Akyprint ersetzt. 2021 wird in einigen Bereichen erstmals mit komplett PVC-freiem Banner-Material gearbeitet.

Tatsächlich, so die Aussage von Moffatt, sei das Maximum der Maßnahmen sicherlich noch nicht ausgeschöpft, grundsätzlich „arbeiten wir hier aber sehr eng mit unseren Zulieferern zusammen, um jedes Jahr ein Stück besser zu werden.“

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Zum Vergleich: Dem deutschen Turnier Porsche European Open ist die Open vor allem in Sachen Vermeidung von Plastikflaschen ein gutes Stück voraus, trotzdem ist das Thema Nachhaltigkeit aber auch hier ein Thema.

Die Beschilderung wird auch bei der Porsche European Open wieder aufbereitet, außerdem wurde auf der Anlage GreenEagles für die Telekommunikation in eine Festverkabelung investiert, um temporäre Lösungen zu verhindern. Für nächstes Jahr ist außerdem die Stromversorgung über Ökostrom geplant. Dazu wird ein neues Transformatorenhäuschen gebaut, das den Bedarf während der Turnierwoche und für weitere Projekte auf der Anlage Green Eagles sicherstellen soll. Eine E-Flotte hatte der Titelsponsor Porsche in diesem Jahr bereits im Einsatz, die allerdings noch nicht mit Ökostrom betankt wurde – auch das ist, wie bei den Mercedes-Benz-Fahrzeugen bei der Open Championship noch ein Fernziel, an dem man arbeitet.