St. Enodoc setzt auf Wiederbelebung einheimischer Gräser

Typisch soll es wieder werden – so wie es vor 100 Jahren hier ausgesehen hat, als Golf in St. Enodoc entstand. Die 36-Löcher-Anlage im Norden der englischen Region Cornwall hat sich einem fünfjährigen Ökologie-Programm verschrieben, bei dem in Zusammenarbeit mit Natural England daran gearbeitet werden soll, die typischen Fescue-Gräser und andere lokalen Pflanzen wieder zu fördern.

„Uns geht es bei diesem ökologischen Programm darum, dass sich der Club verpflichtet, Pflanzen wie Efeu, Sanddorn, Ginster und zum Teil sogar Bäume zu entfernen, die sich auf dem Gelände der zwei Golfplätze ausgebreitet haben, damit wir wieder zu dem ursprünglichen Zustand zurückkehren können“, erklärt Manager Simon Greatorex den Ansatz. Unterstützt wird der Club dabei von Chris Haspell, der als Agronom und Berater von Golfanlagen arbeitet, und von Rowan Rumbell vom Institut STRI, dem weltweit führenden Institut für Sportrasen.

Als Teil des STRI-Programms wurden bereits einige nicht heimische Bäume, darunter zum Beispiel Leyland-Zypressen, entfernt. Zahlreiche verwucherte Bereiche mit Tamarisken wurden deutlich gelichtet, auch deshalb, weil deren Wurzeln zum Teil unter die Grünbereiche wucherten und die Wurzeln der Grüngräser negativ beeinflussten. Mit der Entfernung zahlreicher Pflanzen wurden viele der klassischen Sandbereiche wieder freigelegt, so dass sich auf Dauer die natürlichen Gräser und damit auch die entsprechenden Reptilien, Motten und Spinnen wieder ansiedeln können.

Bis 2024 will man das Programm zur Weiterentwicklung der typischen Fauna abgeschlossen haben, zu dem auch ein umfangreiches Dünenschutzprogramm gehört, das allerdings bereits seit einigen Jahren läuft.

Was ist Natural England? 

Natural England ist in Großbritannien zuständig für den Schutz und die Entwicklung der Umwelt. Sie kümmert sich als öffentliche Körperschaft um Themen wie Flora und Fauna, Trinkwasser oder auch Geologie und Bodenschutz.

Zwischen dem 15. und dem 5. Loch des Church Kurses wurden zahlreiche verwucherte Pflanzen entfernt und das ursprüngliche sandige Gelände freigelegt, auf dem sich nun wieder einheimische Gräser entwickeln sollen