GC Altenhof: Golfen im Park

Bäume geben Golfplätzen ein Gesicht: Wer die 18 Löcher des Golf Club Altenhof gespielt hat, ist beeindruckt von den großen Solitärbäumen, die dem Golfplatz in Schleswig-Holstein einen besonderen Charakter geben. Gebaut in den 1970er Jahren besticht die Anlage vor allem durch ihren Parklandcharakter. Kaum eine Spielbahn, die nicht auf beiden Seiten von üppigen Bäumen und Büschen eingerahmt ist.

Baumpflege ist Standard

Geht es um das Thema Golf & Natur, so kommt Head-Greenkeeper Kai Schmuck entsprechend schnell wieder beim Thema Bäume an. Sie bestimmen an vielen der Spielbahnen den Pflegealltag: „Bei vielen Grüns geht es darum, mit dem Schatten der hohen Bäume zurechtzukommen. Außerdem fehlt dann oftmals der nötige Luftzug“, ist seine Erfahrung. Der Ausgleich zwischen dem Erhalt der Baumriesen und einer guten Spielqualität der Grüns ist hier die größte Herausforderung.

Im Golf Club Gut Altenhof setzt man nach Aussagen Schmucks „dabei sehr viel auf biologische Mittel. Wir arbeiten hier zum Beispiel sehr viel mit Pflanzenstärkungsmittel“, erklärt er die Herangehensweise. Baumschnitt im Winter, Laubarbeiten und die Herstellung der Verkehrssicherheit sind Themen, die hier eine besonders große Rolle spielen. Die Diskussion um den Erhalt von Bäumen ist allgegenwärtig, wobei ein Baumkataster dabei hilft, die Entwicklung des Bestandes über die Jahre zu beobachten.

Im Rahmen von Golf & Natur im Golfverband Schleswig-Holstein hat man im Golf Club Gut Altenhof vor allem auch die Anlage von Blühwiesen forciert. Bei einer Größe von 85 Hektar bleibt auf dem Golfplatz abseits der Baumbereiche noch genügend Platz für die Anlage hochwertiger Wiesen, die letztlich auch für mehr Biodiversität auf der Anlage sorgen sollen.

Klimawandel bringt Änderungen beim Greenkeeping

Geändert haben sich die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Golfanlage mit sich bringt. „Inzwischen haben wir hier eigentlich nur noch zwei Jahreszeiten“, resümiert Schmuck. „Der Herbst und der Winter fallen weitgehend weg. Wir spielen jetzt deutlich länger als früher. Da war im Oktober Schluss.“ Anders als vor zehn Jahren muss Schmuck jetzt auch im Winter die Grüns und Fairways ab und mähen. „Das Gras wächst viel länger, und außerdem ist durch das milde Klima die Anfälligkeit für Pilz extrem nach oben gegangen“, stellt er fest.

Probleme mit zu großer Trockenheit, gerade auch im Bereich der Solitärbäume, hat Schmuck zum Glück noch nicht festgestellt. Der Erhalt der Parklandschaft steht für ihn ganz oben an. Sie ist das Markenzeichen des GC Altenhof – und das soll auch so bleiben.