Umweltminister Glauber zeichnet 7 Golfanlagen aus

„Wir sind dankbar, dass es Blühpaktpartner gibt, die unseren Auftrag, die Biodiversität zu erhalten, in die Fläche bringen.“ Mit diesen Worten betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Bedeutung der Blühpakt-Allianz mit dem Bayerischen Golfverband. Im Rahmen des ersten gemeinsamen Tages der Blühpakt-Allianz, zeichnete Glauber am Freitag im bayerischen GC Zollmühle auch sieben Golfanlagen für ihr Engagement zur Förderung der Artenvielfalt aus.

Golf als Partner mit Initialzündung

„Wir haben sofort ein gutes Miteinander mit dem Bayerischen Golfverband gefunden“, betonte Glauber. Eine Einschätzung, die man auch von Seiten des Bayerischen Golfverbandes teilt: „Es ist für uns wirklich schön zu sehen, dass aus dem Blühpakt, dessen erster Partner wir 2020 waren, etwas Großes wird“, resümierte Arno Malte Uhlig, Präsident des Bayerischen Golfverbandes. Inzwischen sind auch der Landesverband Bayerischer Imker, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, der Bayerische Gemeindetag und der Bayerische Städtetag Mitglied der Blühpakt-Allianz.

„Die Ausübung des Golfclubs erfolgt in der Natur, und wir sind uns dieser Verantwortung bewusst“, erklärte die Geschäftsführerin des Bayerischen Golfverbandes, Heidrun Klump. „Der Reiz des Golfsports besteht darin, dass man auf einer Golfrunde auf sehr viele unterschiedliche Strukturelemente trifft. Das bedeutet natürlich auch, dass wir abseits der Spielbahnen sehr viele Lebensräume bieten.“

Auch deshalb sei es sehr erfreulich, dass sich inzwischen so viele Golfanlagen im Rahmen des Blühpaktes Bayern engagierten. Im Rahmen des Blühpaktes unterstützt der Landesbund für Vogelschutz die Golfanlagen mit einer Erstberatung, die zu 50 Prozent durch das Bayerische Umweltministerium und zu 50 Prozent durch den Bayerischen Golfverband finanziert wird. Bei den Golfanlagen wird die Unterstützung durch den Landesbund für Vogelschutz ebenfalls positiv aufgenommen. „Es gibt immer Luft nach oben“, resümierte Stefanie Almer, Geschäftsführerin des GC Hohenpähl die Ergebnisse der Beratung. „Wir haben die Totholzbereiche erweitert und haben bei der abschnittsweisen Mahd dazugelernt“, stellt Daniel Weischedel, Head-Greenkeeper des Allgäuer- Golf- und Land-Club fest.

Anfängliche Skepsis gegen den Golfsport

Zwei Jahre nach dem Start der Blühpakt-Allianz fällt das Resümee aller Beteiligten damit sehr positiv aus. Dabei, so Thorsten Glauber, sei gerade die Kooperation mit dem Golfsport intern nicht unumstritten gewesen. „Was wollen die mit den Golfern, ist das Greenwashing“, wurden wir gefragt. „Dabei haben wir Sie kennengelernt als einen Allianzpartner, der anpackt, der nicht nach Geld fragt, sondern versucht noch besser zu werden. Sie machen wirklich eine klasse Arbeit!“

Sieben ausgezeichnete Clubs

Ein Lob, das folgende sieben ausgezeichnete Anlagen auch als Motivation begreifen: GC Erding-Grünbach, GC Zollmühle, GC Altötting-Burghausen, GC Isarwinkel, Allgäuer Golf- und Landclub, GC Hohenpähl.