Hessischer Golfverband setzt auf Kommunikation und Best Practice

„Die Kommunikation auf allen Ebenen wird ein zentraler Punkt bei Naturschutzbelangen. “ Zu diesem Schluss kommt der Präsident des Hessischen Golfverbandes, Christofer Hattemer, nachdem er in dieser Funktion am Festakt 25 Jahre Biodiversität und Naturschutz beim Golf Club St. Leon-Rot teilgenommen hat. „Dies schließt die Wasserbehörden, Kommunen und Unteren Naturschutzbehörden mit ein.“

Golf & Natur als wichtiges Zertifikat

Bei der Veranstaltung in Baden-Württemberg hatten hochrangige Vertreter der Bundes- und Landesumweltbehörden und -ministerien betont, dass der Golfsport zwar einerseits als wichtiger Partner beim Engagement für die Förderung der Biodiversität betrachtet werde, andererseits die Durchdringung der Clubs bei der Beteiligung noch wachsen müsse.

Das Qualitäts-Management Zertifikat „Golf & Natur“ sei als hochwertiges Programm für eine zukunftsweisende Arbeit auf den Golfanlagen ein extrem wichtiges Instrument, von dem die Anlagen nur profitieren könnten, stellte Dr. Josef Tumbrinck, Leiter der Abteilung Naturschutz im Bundesumweltministerium fest. „Natürlich machen viele Clubs in Deutschland mit, aber da ist noch sehr viel Luft nach oben und ich sehe eigentlich nicht, wieso nicht alle mitmachen.“

Politik setzt auf Kooperation mit Golfern

Eine Argumentation, der auch Thomas Graner, Zentral- und Fachbereichsleiter beim Bundesamt für Naturschutz folgte. Die Bundesbehörde, so stellte er fest, stehe nach wie vor fest hinter diesem Programm. Jeder Golfanlage steigere durch ihre Teilnahme die Akzeptanz bei Mitgliedern, Behörden und Öffentlichkeit. Die gemeinsame Arbeit in Sachen Förderung der Artenvielfalt sei essenziell: „Wir werden die Natur nicht retten, wenn wir nur in den Naturschutzgebieten arbeiten“, argumentierte Graner. „Wir müssen alle Potenziale nützen, um die Biodiversität auf allen genutzten Flächen zu fördern.“

Mehr Best Practice in Hessen

Im Hessischen Golfverband, seit kurzem Kooperationspartner des Hessischen Umweltministeriums beim Projekt Lebensraum Golfplatz, sollen in Zukunft noch mehr Best Practice Beispiele kommuniziert werden und die Beteiligungsquote der Clubs gesteigert werden, gibt Christofer Hattemer vor. „Bei unserem neuen Projekt Lebensraum Golfplatz machen erfreulich viele Golfanlagen mit. Da sieht man eine gute Akzeptanz. Jetzt müssen wir noch mehr Golfanlagen in Hessen gewinnen.“ Dafür hat der Hessische Golfverband einen eigenen Beraterkreis zusammengestellt, der den hessischen Golfanlagen bei ihren Bemühungen für mehr Biodiversität auf den Golfanlagen zur Seite steht.