GC Hanau: Nachhaltigkeitsstrategie für den Klimawandel

Der erste Eindruck ist: Ruhe. Jene Ruhe, die alte Parklandschaften eben vermitteln. Die 18-Löcher-Anlage des GC Hanau-Wilhelmsbad kann wuchern mit Elementen, wie sie historische Parkanlagen bieten. 1713 wurde hier die Wilhelmsbader Fasanerie errichtet. Das Wegesystem deutet noch auf diese Historie hin, genauso wie die Basaltstein-Mauer, die den Golfclub umgibt. Bäume, viele davon Weiden, prägen das Gesicht des Platzes, der flach ist, aber von zahlreichen Wasserhindernissen lebt. „Wir haben eine anspruchsvolle Golfanlage eingebettet in einen artenreichen Parklandcourse“, beschreibt Christofer Hattemer in seiner Funktion als Präsident den Charakter des Clubs. „Wir sind unbedingt sportlich, aber gleichzeitig geht es uns darum, dass jedes Mitglied jeden Tag auf unserem wunderschönen Platz eine Runde Golf spielen kann.“

Trockenheit wird zum Problem

Qualität also spielt hier eine Rolle, womit wir bei dem Begriff „Dreiklang“ wären, der beim GC Hanau Wilhelmsbad in der Ausrichtung die zentrale Position spielt: Ökonomie, Ökologie und die soziale Verantwortung für die Gemeinschaft und die Menschen müssen zusammenpassen.

Beim Thema Ökologie wird Platzwart Klaus Dreßler dann in seiner Erklärung etwas ausführlicher: Angesichts von Klimawandel und Extremwetter sind die Zeiten nicht einfach für Golfplätze. Wahrscheinlich sind sie in Hessen noch einen Tick schwieriger als in anderen Regionen Deutschlands, weil dieses Bundesland zu den trockeneren Regionen gehört. Die Dürre seit 2018 hat den alten Bäumen auf der Golfanlage schwer zu schaffen gemacht. Auf der insgesamt 70 Hektar großen Fläche musste man am Ende rund 500 Bäume fällen.