Bayerisches Bio-Tee entwickelt

Rott.tee das nachhaltig hergestellte Tee der Firma Trola GmbH, das aus natürlichen Werkstoffen besteht und  biologisch abbaubar ist. Das deutsche Unternehmen aus Schwaig in der Nähe von Nürnberg setzt dabei auf die langjährige Expertise von Gründerin und Geschäftsführerin Petra Philipp, die einst im Unternehmen ihres Vaters Möbelbeschläge hergestellt hatte. Nachdem Philipp 2012 das Golfspielen anfing, kam ihr wenig später beim Anblick von Plastik-Tees eine zündende Idee: „Das könntest Du selbst herstellen“, erinnert sich die gebürtige Fränkin. /

Allerdings sollte das Tee nachhaltig ausfallen. Seit 2017 experimentierte Philipp mit Materialien, um dem Ziel des Produktes gerecht zu werden. „Wir wollten ein Material finden, dass sowohl verrottbar ist als auch der Lebenserwartung eines Plastik-Tees entspricht.“

Regionaler Produktionsprozess

Heraus kam im April 2022 mit der Markteinführung von rott.tee (Namensgebung aus „verrottetes Tee“) dann ein Produkt, das den Nachhaltigkeits-Anforderungen entspricht. Das Tee wird biobasiert hergestellt, die Materialien für den notwendigen Spritzguss kommen aus natürlichen Werkstoffen wie Mais, Zuckerrohr und Rizinusöl. Laut Firmenangaben werden die Zutaten zur Produktion des zertifizierten Kunststoffes (EN 13432) von deutschen Herstellern und Händlern sowie Bauern aus der Region bezogen.

Zudem punktet das Produkt aus nachhaltiger Sicht damit, kompostierbar sowie biologisch abbaubar zu sein. Hinsichtlich der Eigenschaften für das Golfspiel verweist rott.tee bei seinem formstabilen, haltbaren und flexiblen Tee auf einen „Boost-Ring“ für den Ball am obersten Teil, der beim Abschlag für höhere Geschwindigkeit, weniger Spin und mehr Länge sorgen soll. Ein Dreifach-Ringsystem ermöglicht eine gute Einstellung für die Höhe und optimale Treffsicherheit bei einem Schlag.

Das in naturfarben erhältliche Produkt wird derzeit nur in der größeren Variante (70 mm Länge) produziert, die zusätzliche Anfertigung eines kleineren Modells analog zu einigen gängigen Holz-Tees steckt in der Planung.

Für Golfclubs, Golfshops und Privatkäufer

Neben der Produktion setzt der bayerische Betrieb auch hinsichtlich Personal, Lager und Versand voll auf das Label „Made in Germany“. Laut Philipp verwende man bei der Verpackung ausschließlich bedruckte Kartons, die von einem Lieferanten in der Region bezogen werden. Der Versand soll FSC-zertifiziert und klimaneutral erfolgen. Die 15 Mitarbeiter werden übertariflich bezahlt.

Privatinteressenten, Golfclubs, Golfanlagenbetreiber oder Golfshop-Inhaber können derzeit direkt beim Hersteller bestellen, ein Online-Shop soll bis Juni erfolgen. Ausgewählt werden können entweder 10er-Packs, die sich für Privatkäufer und Golfshops zum Wiederverkauf eignen, oder aber ein größeres Paket mit 1.000 Stück. Eine individuelle Bedruckung der Tees mit Logos oder Schriftzügen ist derzeit aus technischen Gründen noch nicht möglich. Aber auch hier ist die Firma aus Mittelfranken auf der Suche nach einer nachhaltigen Lösung, um dem Tee bald auch eine individuelle Note zu verleihen.