Borkenkäfer wird wieder zum Problem

Die Golfsaison steht gerade in den Startlöchern, und schon kommt die erste Warnmeldung: Der Borkenkäfer macht sich bereits bemerkbar. In Teilen von Oberfranken besteht bereits eine extrem hohe Gefahr durch Borkenkäferbefall. In den Landkreisen Kulmbach und Kronach in Bayern zum Beispiel wurde die Warnstufe deshalb bereits auf Rot angehoben, die zweithöchste von drei Gefährdungsstufen.
Michael Schmidt, der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, äußerte sich gegenüber dem Bayerischen Rundfunk extrem besorgt und wies darauf hin, dass die beiden vergangenen Sommer mit extremer Trockenheit und Hitze zu einer Massenvermehrung der Fichten-Borkenkäfer geführt hätten. „Die Situation ist katastrophal. Wir laufen in das dritte Borkenkäferjahr in Folge.“
Während die Borkenkäferplage in den vergangenen Jahren vor allem die Waldbesitzer beschäftigte, wurde sie auch zunehmend für Golfplätze mit hohem Waldbestand zum Problem, da ein hoher Schädlingsbefall auch dazu führen kann, dass Bäume auf dem Platz schneller abbrechen und umfallen. Vor allem die Nadelbäume auf zahlreichen Golfplätzen wurden so stark geschwächt, dass zahlreiche Exemplare gefällt und ersetzt werden mussten. Ein Trend, der offenbar auch in diesem Jahr anhalten wird. Auch deshalb wird auf einigen Golf-Anlagen bei der Nachpflanzung bereits mit Baumarten experimentiert, die weniger anfällig für die Hitze und Schädlinge sind.

Wer sich genauer zu diesem Thema informieren will, das auch die Frage der Nachpflanzungen und die Sicherheitsthematik auf Golfplätzen betrifft, kann dies zum Beispiel in diesem Artikel von Golfmanager Online und Greenkeeper Online tun. Fest steht: Der Borkenkäfer wird aufgrund des Klimawandels ein Dauerthema auf Golfanlagen im deutschsprachigen Raum bleiben.