Golf & Natur wird durch Blühpakt Bayern unterstützt

Im Bayerischen Golfverband nimmt das Programm „Golf & Natur“ unterstützt durch den Blühpakt Bayern weiter an Fahrt auf: Ende des Jahres sollen mehr als 50 Golfanlagen eine der drei Zertifizierungsstufen Bronze, Silber oder Gold erreicht haben. Als Neueinsteiger konnten in diesem Jahr bereits der GC Maria Bildhausen, der GC Memmingen und der GC Sagmühle die erste Auszeichnung erhalten. Das Achental Resort und der Golfpark Schönbronn haben sich ebenfalls für das Programm entschieden.

LBV unterstützt bei den ersten Maßnahmen

Dabei bekommt das Programm Golf & Natur in Bayern durch den „Blühpakt Bayern“ Rückenwind. Der Grund: Jene Clubs, die am Blühpakt zwischen dem Bayerischen Umweltministerium und dem Bayerischen Golfverband teilnehmen, erhalten durch den Landesbund für Vogelschutz eine kostenlose Erstberatung und auch eine Empfehlung für sinnvolle Maßnahmen auf ihrer Golfanlage. Diese passen auch in das Golf & Natur-Programm. Golfanlagen, die sich bereits beim Blühpakt engagiert haben, haben damit einen Teil der Projekte für die erste Golf & Natur-Zertifizierung bereits erfüllt.

Klassische Beispiele für derartige Maßnahmen, sind zum Beispiel die Optimierung der Mahdzeiten und der fachgerechte Abtransport des Schnittguts, die Anlage von Totholzbereichen oder Steinhügeln für Amphibien, die Optimierung von Wasserflächen für Insekten oder eine bessere Gestaltung von Uferrandbereichen.

Rechtssicherheit für Golfanlagen entscheidend

Während der Blühpakt Bayern ein vom Bayerischen Umweltministerium gefördertes, für die Clubs kostenloses Projekt ist, bei dem es um die Förderung der Insektenvielfalt auf Freiflächen geht, ist Golf & Natur breiter ausgelegt und umfasst vor allem auch die Bereiche Kommunikation, Arbeits- und Rechtssicherheit. „Für Golfanlagen ist es im Umgang mit Behörden extrem wichtig, dass alle Genehmigungsunterlagen vorliegen und das korrekte Vorgehen der Anlage auch im Bereich Düngung und Pflanzenschutz jederzeit nachgewiesen werden kann“, erklärt Gunther Hardt als einer der Betreuer des Programms.

Dabei weist Marc Biber, Abteilungsleiter für Umwelt- und Platzpflege beim Deutschen Golf Verband, darauf hin, dass kein Club beim Einstieg in das Programm sofort alle erforderlichen Details nachweisen müsse. „Das Ganze verstehen wir eher als Prozess, meist müssen die Clubs die Unterlagen ja erst zusammentragen.“

Golfanlagen, die bereits am Blühpakt teilnehmen, sollten für die Anmeldung zur Zertifizierung in Bronze folgende Unterlagen vorlegen können:

  • Dokumentation der Maßnahmen aus Biodiversitätsprojekt umgesetzt
  • Golf&Natur Registrierungsformular und Absichtserklärung für den DGV
  • Golf&Natur Bestandserhebungsbogen Teilbereich 1 (Natur und Landschaft) bearbeitet
  • Pflanzenschutzordner gemäß DGV-Checkliste