Mehr Aufklärung, Wissen und Unterstützung für irische Golfclubs: Mit diesem Ziel im Auge hat das Nachhaltigkeitsteam von Golf Ireland die erste Runde von Workshops in sieben irischen Golfclubs hinter sich. „In jedem Club gab es drei Einheiten”, erklärt Ann Courtney, verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit bei Golf Ireland, das Konzept. „Sowohl die Beteiligung als auch das Feedback waren positiv”. Den Auftakt machten die Clubs Headfort, Rosslare, Bray, Bandon, Killarney, Athenry und Strandhill.
- Mit der Workshop-Serie, an der jeder irische Golfclub kostenlos teilnehmen kann, setzt Golf Ireland seine zusammen mit GEO entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie nun sukzessive in Maßnahmen um. Dabei gliedert sich jeder Workshoptag in drei Teile auf:
- Ein Experte für Agronomie bringt die Greenkeeper bei den Themen Rasen, Wasser, Biodiversität und Resilienz der Plätze auf den neuesten Stand.
- Club Manager, Komitees, Präsidenten und Captains erfahren in einer speziellen Einheit alles Wesentliche zu den Themen Risiko-Management, Kosteneinsparungen, Fördermöglichkeiten und die Unterstützung durch Golf Ireland.
- In einer Mitgliederinformation geht es zuletzt noch um die generelle Balance zwischen Nachhaltigkeit und Fragen der Spielbarkeit in einem Club. Diese Einheit ist speziell an Clubmitglieder, also den normalen Golfer gerichtet.
Das Feedback auf das Angebot ist erstklassig: Rund 120 Clubs haben sich bereits angemeldet. Rein logistisch bewältigt Golf Ireland die Nachfrage, indem man in Roadshows mehrere Golfclubs zusammenfasst oder Webinare zum Teil digital anbietet.
Wichtig ist Courtney dabei vor allem, dass die Golfanlagen die Unterstützung des Verbandes direkt spüren und das Thema Nachhaltigkeit für sämtliche Vertreter eines Golfclubs gut nachvollziehbar ist.
Wie immer bei Programmen dieser Art, ist auch Golf Ireland mit der Frage konfrontiert, wie man selbst jene Clubs zur Teilnahme aktiviert, die eigentlich nie an Angeboten des Verbands teilnehmen.
Kostenloses Ökologie-Audit
„Grundsätzlich ist die kostenlose Teilnahme am Programm attraktiv“, berichtet das Nachhaltigkeitsteam von seinen Erfahrungen. „Außerdem ist auch das kostenlose Ökologie-Audit, das wir anbieten, ein erster Schritt, um Türen zu öffnen.“ Daneben zieht in diesem Fall auch die Gemeinschaft: „Die Clubs hören, dass sich andere Anlagen beteiligen und wollen dann auch nicht zurückgelassen werden. Gerade das Lernen voneinander ist großartig.“
Auffallend an dem irischen Programm ist vor allem, dass es sich nicht auf die klassischen Themen beschränkt, die beim Thema Nachhaltigkeit oftmals von Verbänden besetzt werden: Hier geht es nicht allein um die Förderung der Biodiversität oder die Verbesserung des Wassermanagements, sondern alle wesentlichen Aspekte, die beim Gesamtkomplex Nachhaltigkeit anfallen, kommen zum Tragen: Müllmanagement oder die Frage der Erzeugung und Reduzierung von CO2-Emissionen werden zum Beispiel auch thematisiert.
Nach dem erfreulichen Auftakt der Workshop-Serie ist die Motivation in Golf Irelands Team hoch: „Wir machen weiter“, verspricht Ann Courtney. Golf Ireland hat beim Thema Nachhaltigkeit die Phase der Strategieentwicklung hinter sich gelassen und überzeugt mit realen Projekten. Damit ist der Verband vielen anderen Verbänden in Europa einen Schritt voraus, die zum Teil noch nicht einmal eine Nachhaltigkeitsstrategie vorweisen können.






